Sicherheit

Wenn es um Fahrgäste geht, ist Sicherheit das oberste Gebot für uns. Mit einem umfassenden Sicherheitssystem sorgen wir dafür, daß die Benutzer unserer Fahrtreppen und Fahrsteige Tag für Tag sicher und bequem ankommen.

Neigungswinkel

EN 115:
Der Neigungswinkel von Fahrtreppen darf 35º nicht übersteigen.
Ausnahme: Bei einer Förderhöhe über 6 m oder einer Geschwindigkeit über 0,5 m/s ist ein maximaler Neigungswinkel von 30º zulässig.

Der Neigungswinkel für Fahrsteige ist im allgemeinen auf maximal 12º beschränkt.
Ausnahme: Bei Palettennennbreiten über 1000 mm dürfen 6º Neigung nicht überschritten werden. 

ANSI/CSA:
Fahrtreppen-Neigungen über 30º sind generell nicht zulässig.

Nenngeschwindigkeit

EN 115:
Als gängige Nenngeschwindigkeiten für Fahrtreppen und Fahrsteige werden 0,5 bzw. 0,65 m/s angegeben. Die maximal zulässige Nenngeschwindigkeit ist festgesetzt auf 0,75 m/s. 

Ausnahme für Fahrsteige: Bei Horizontal-Fahrsteigen oder bei geneigten Fahrsteigen – Palettennennbreite bis 1000 mm - mit langen Horizontalausläufen von mind. 1600 mm kann die Geschwindigkeit auf 0,9 m/s erhöht werden. 

ANSI/CSA:
Die Nenngeschwindigkeit von Fahrtreppen darf 0,5 m/s nicht überschreiten.

Bauseitige Geländer

Landesbauordnung (LBO):
Bei einer potentiellen Absturzhöhe über 12 m ist die Höhe der festen bauseitigen Geländer mit 1,10 m festgeschrieben.

Horizontalauslauf

EN 115: 
Bis 6 m Förderhöhe müssen zwei horizontal laufende Stufen (800 mm) vorhanden sein. Bei größeren Förderhöhen müssen drei Horizontal-Stufen eingeplant werden (1200 mm).

ANSI/CSA:
Es sind mindestens zwei und maximal vier horizontale Stufen erforderlich.

Stauräume

EN 115:
An den Zu- und Abgängen von Fahrtreppen sind Stauräume vorzusehen. Bemessen vom Balustradenende müssen die Stauräume der Fahrtreppenbreite "x" entsprechen und mindestens 2500 mm tief sein.

Alternativ:
Bemessen vom Balustradenende zweimal die Fahrtreppenbreite "x" und mindestens 2000 mm Länge.

Bei Fahrsteigen sind die Stauräume großzügiger zu bemessen, wenn Gepäck- und Einkaufswagen transportiert werden.

Sicherheitsabstände / Abweiser

EN 115: 

Der seitliche Abstand zwischen Handlauf-Außenkante zu feststehenden Wänden muß mindestens 80 mm betragen und bis auf mindestens 2100 mm oberhalb des Stufen- oder Palettenbandes eingehalten werden. 

Bei Deckendurchbrüchen oder Kreuzungspunkten sind bei Unterschreiten des Mindestabstandes von 500 mm zusätzliche Abweiser erforderlich, die ein Einklemmen von Personen ausschließen.

Um den Bedarf an Abweiser zu ermitteln, sind detaillierte Informationen (z.B. Bauzeichnungen) über die Fahrtreppen-umgebung bei der Auftragsmeldung erforderlich. 

ANSI/CSA: 

Zwischen Handlauf und benachbarten Oberflächen muß ein Mindestabstand von 102 mm eingehalten werden.

Seitenbalustraden

EN 115: Besteigeschutz
Zusätzliche Seitenbalustraden oder Geländer sollen verhindern, daß Personen an der Balustraden-Außenseite hinaufsteigen können.

Zwischenbalustraden

EN 115:
Bei nebeneinander liegenden Fahrtreppen bzw. Fahrsteigen mit mehr als 120 mm Abstand zwischen den Balustraden ist eine Zwischenbalustrade erforderlich.

Kopffreiheit

EN 115:
Die freie Höhe oberhalb des Stufen- oder Palettenbandes muß an jeder Stelle mindestens 2,30 m betragen. 

ANSI/CSA:
Gefordert wird eine Kopffreiheit von 7 ft (bzw. 2130 mm).

Beleuchtung

EN 115:
Stufen- und Palettenbänder müssen ausreichend beleuchtet sein, d.h. die Beleuchtungsstärke muß mindestens 50 Lux betragen.

ThyssenKrupp Fahrtreppen GmbH bietet verschiedene Beleuchtungsvarianten:

Kammplattenbeleuchtung
Balustradenbeleuchtung
Sockelbandbeleuchtung